Ein Großindustriestandort mit 138.621 MWh/a Strombedarf und 132.534 MWh/a Wärmebedarf — ein nahezu 1:1-Verhältnis. Laufende Kosten: 27,4 Mio. €/a. Preisbuch: MISPEL 2026 (beta), WACC 6 %, 20 Jahre. Genau dieses Verhältnis macht den Kombi-Effekt so stark: Bei geringerem Wärmeanteil fällt der Hebel entsprechend kleiner aus.
Nur BESS oder nur Wärmespeicher?
Nur BESS (4.890 kWh): 1,22 Mio. € Investition, 749k € Kapitalwert, 12,4% Rendite, 7,4 Jahre Amortisation. Der Speicher kürzt Lastspitzen — aber der massive Wärmeanteil des Standorts bleibt wirtschaftlich ungenutzt.
Nur Wärmespeicher (13.302 kWh): 399k € Investition, 2,44 Mio. € Kapitalwert, 62% Rendite, 1,6 Jahre Amortisation. Bei einem Drittel der Investition dreifacher Kapitalwert — weil der Wärmespeicher die Wärmepumpe flexibilisiert und Stromeinkaufskosten in günstigen Stunden optimiert.
Der Sweet Spot: Beide Systeme kombiniert
3,36 Mio. € Investition — 177,1% Rendite, 0,6 Jahre Amortisation, 64,9 Mio. € Kapitalwert.
BESS und Wärmespeicher greifen in denselben Hebel — den Strompreis — aber auf zwei Ebenen gleichzeitig: Die Batterie (20.064 kWh) optimiert Beschaffung und Lastspitzenkappung im Stromnetz. Der Wärmespeicher (111.987 kWh) entkoppelt die Wärmepumpe vom Wärmebedarf und maximiert ihre Laufzeit in günstigen Stunden. Zusammen multiplizieren sie sich — aber nur, weil hier Wärme- und Strombedarf auf Augenhöhe sind.
Und dann? Atypik und PV skalieren weiter
+Atypische Netznutzung (87.343 kWh BESS): 21,8 Mio. € Investition, 31,9% Rendite, 58,3 Mio. € Kapitalwert. Sinnvoll bei sehr großen Portfolios — aber die Rendite sinkt, weil das Kapital überproportional steigt.
+BESS + Wärmespeicher + PV (10 MWp): 9,77 Mio. € Investition, 72,2% Rendite, 71,7 Mio. € Kapitalwert. PV bringt 15% Autarkie und schließt den Kreis zur vollständigen Dekarbonisierung.