08.10.2026

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Die Atypik läuft aus - dein Case nicht. Der neue Scenario Modeler.
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SEINE Batteriesysteme
Case Study

Vom Speicherhersteller zum Energiedienstleister: Wie SEINE Batteriesysteme mit minimum energy Produkte verkauft, die es vorher nicht gab

SEINE baut Speicher für Mittelstand und Industrie und steuert sie mit dem eigenen EMS. Technisch konnte das Team Multi-Use schon immer. Mit minimum kam die energiewirtschaftliche Tiefe dazu, und mit ihr Produkte, die es vorher nicht gab.

"Mit minimum gehen wir wirklich in die Tiefe. Das befähigt uns, dem Kunden ein besseres Ergebnis zu liefern. Und es ist ein zusätzliches Produkt, das wir verkaufen können."

Johannes Rosenthal

Johannes Rosenthal

Business Development ESS, SEINE Batteriesysteme

Segment

Speicherhersteller und Systemanbieter für Mittelstand und Industrie, eigenes EMS (SEINE OS)

Region

Ganz Deutschland

Vertrieb

Business Development ESS und technische Leitung rechnen in minimum, Gesprächspartner beim Kunden: Energieeinkauf, Standortleitung, technische Leitung

Projektfokus

C&I-Batteriespeicher im Multi-Use (Eigenverbrauch, Peak Shaving, atypische Netznutzung), AC-Anbindung, Zertifizierung, Planungsprozess mit dem Netzbetreiber, Beschaffungsoptimierung

Mit minimum seit

Mai 2025

Case Study Eckdaten

+50 %

größere Aufträge bei Industriekunden

~25 MWh

in rund 30 laufenden Speicherprojekten, mit minimum ausgelegt

1 kW

Abweichung zwischen Auslegung und Betrieb in einem realisierten Projekt mit 6,3 MW Lastspitze
01 · Die Ausgangslage

Technisch stark, wirtschaftlich unter Wert

Technik war bei SEINE immer das Steckenpferd. Das eigene EMS, SEINE OS, konnte die Multi-Use-Ansätze schon vor minimum fahren: Eigenverbrauch, Lastspitzenkappung, atypische Netznutzung, Beschaffungsoptimierung. Der Speicher tat im Betrieb, was er sollte. Was fehlte, war der detaillierte Blick auf die Wirtschaftlichkeit.

„Wir waren technisch immer sehr stark. Unsere Steuerung konnte die Multi-Use-Ansätze schon vor minimum abbilden. Aber wir konnten sie nicht aus dem Wirtschaftlichkeitsblickwinkel betrachten. Das war unser größter Schmerz.“

– Jan Sievert, Technischer Leiter, SEINE Batteriesysteme

Der Angebotsprozess war schnell und schmal. Kunde fragt einen Speicher an, Lastgang kommt, das alte Tool sagt „das wäre sinnvoll“, eine Woche später liegt das Angebot vor. Für den Speicher. Nicht für das, was drumherum nötig ist.

Und die Auslegung betrachtete einen Anwendungsfall nach dem anderen: Eigenverbrauch, Peak Shaving, parallel, nie im Zusammenspiel. Ob die Speichergröße auch für eine Beschaffungsoptimierung reicht, ob man dafür größer gehen oder auf Eigenverbrauch verzichten sollte, ließ sich nicht gegeneinander rechnen.

Das Problem lag nicht im System, sondern in der Rechnung. Technisch und wirtschaftlich war die SEINE-Anlage oft der beste Business Case, aber der errechnete ROI blieb hinter der Realität zurück. SEINE verkaufte sich unter Wert. Und der Speicher blieb ein Produkt, das man liefert, statt eine Leistung, die man verkauft.

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02 · Die Entscheidung

Der Mehrwert liegt in der Tiefe

Jeder Anwender aktiviert den Mehrwert von minimum auf seine eigene Art. B&W Energy rechnet live im Kundentermin und gewinnt Geschwindigkeit. SEINE geht einen anderen Weg. Als das Team im Mai 2025 mit minimum startete, ging es darum, die Tiefe, die das EMS im Betrieb längst hatte, endlich auch in Auslegung und Beratung zu bringen. Bei SEINE steht minimum für Produktinnovation.

„Wir wollen den Elektrifizierungsprozess für den Kunden darstellen und ihn in seiner Transformation begleiten. Das passiert nicht beim Vor-Ort-Termin nebenbei.“

– Jan Sievert, Technischer Leiter

Aus dieser Haltung folgt der Prozess. SEINE rechnet in Ruhe in der Projektierung. „Wir wollen dem Kunden ein perfektes Ergebnis liefern und keine Versprechen machen, die wir nicht halten können“, sagt Johannes. Denn es geht um mehr als einen Speicher: um den Elektrifizierungspfad eines Standorts, mit allem, was dazugehört.

Dafür hat SEINE einen eigenen Weg entwickelt: Die Ergebnisse werden aus minimum exportiert und zu einer ausführlichen energiewirtschaftlichen Potenzialanalyse aufbereitet, die den Kunden dort abholt, wo er steht. „Der eine kennt nur Eigenverbrauch, der andere ist schon komplett in der Beschaffung drin. Das ist ein riesiger Unterschied.“

Das Ergebnis: Der Kunde bekommt heute nicht mehr nur einen Speicher, sondern das ganze Projekt. „Vorher hieß es: Lastgang hochladen, das wäre sinnvoll, hier dein Angebot. Heute sagt der Kunde: Ich will alles von euch haben. Wir bilden heute viel, viel mehr ab.“

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03 · Die Produktinnovation

Produkte, die es vorher nicht gab

Bei SEINE zeigt sich der Effekt von minimum im Angebot selbst. Aus dem Speicherlieferanten ist ein Anbieter geworden, der Leistungen verkauft, die er vorher nicht rechnen konnte.

Das ganzheitliche Energieprojekt

Wo früher ein Speichersystem angeboten wurde, steht heute das Projekt: Speicher, AC-Anbindung, SEINE OS, Tiefbau, Zertifizierung, der Planungsprozess mit dem Netzbetreiber. Weil sich die Varianten gegeneinander rechnen lassen, wird auch der Netzausbau zur Entscheidungsfrage: der kleinere Speicher, der in die bestehende Verteilung passt, gegen den größeren, der eine zweite Verteilung braucht, aber mehr einspielt.

Für Industriekunden bedeutet das nach Einschätzung von SEINE rund 50 Prozent mehr Auftragsvolumen, weil Erweiterungen der Bestandsinfrastruktur und Schutz- und Regelungskonzepte Teil des Auftrags werden.

„Im Bestand, bei Industriekunden, stimmen die 50 Prozent mehr. Weil Erweiterung und Bestandsinfrastruktur einen enormen Anteil haben, allein das Schutz- und Regelungskonzept.“

– Jan Sievert, Technischer Leiter

Der Ausbaupfad

Immer mehr Kunden kommen mit einem Ziel statt einer Anfrage: klimaneutral bis 2035. Statt ihnen den einen großen Speicher zu verkaufen, rechnet SEINE den Weg dahin in Schritten. Heute 1 MW Leistung und 2 MWh Kapazität, in der nächsten Stufe mehr, so ausgelegt, dass der erste Schritt zum zweiten passt. Aus einem Angebot wird eine mehrjährige Begleitung.

Die Beschaffungsoptimierung

Das jüngste Produkt hat mit Hardware nur noch indirekt zu tun. Steuern konnte SEINE OS die Beschaffungsoptimierung schon immer. Neu ist die Beratung dazu: SEINE rechnet für Kunden die Strombeschaffung durch, nicht 100 Prozent Spot oder 100 Prozent Festpreis, sondern der optimale Anteil, inklusive PPA und Stromliefermodellen. Energieberatung, die ein Speicherhersteller vorher so nicht anbieten konnte.

„Wir gucken uns auch die Beschaffung an. Nicht einfach 100 Prozent Spot oder 100 Prozent fest, sondern auch mit PPAs. Und wir sagen dem Kunden, was der perfekte Anteil für ihn wäre.“

– Johannes Rosenthal, Business Development ESS

Der Wettbewerbsvergleich als Beratungsleistung

Industriekunden fragen parallel an. Regelmäßig liegt ein Angebot auf dem Tisch: ähnliche Speicherleistung, günstiger, „ohne laufende Kosten“, weil der Anbieter nur Eigenverbrauch optimiert. Die Frage des Kunden ist dann immer dieselbe: Warum seid ihr teurer?

Heute rechnet SEINE beide Angebote in minimum nach. Die Steuerung kostet den Kunden laufend, aber sie spart im Multi-Use ein Vielfaches davon ein.

„Dann sieht der Kunde nicht mehr, dass unsere Steuerung ein laufender Posten ist. Er sieht: Wir geben 10.000 Euro im Jahr aus und sparen obendrauf 50.000 Euro im Jahr ein. Das ist eigentlich nur mit minimum darstellbar. Sonst müssten wir dem Kunden irgendwas erzählen.“

– Johannes Rosenthal, Business Development ESS

Das ist das CAPEX-OPEX-Spannungsfeld, das die ganze Energiewende prägt: Aus Betriebskosten werden Investitionen, und die Investition lohnt sich nur, wenn die laufenden Effekte belegt sind. SEINE kann diesen Beleg heute führen, auch gegen Mitbewerber, die behaupten, ein Speicher sei ein Speicher. Der Ansatz von SEINE: erklären statt behaupten.

Neue Gesprächspartner

Mit den neuen Produkten hat sich auch das Gegenüber verändert. Wer früher mit dem technischen Leiter über Speichergrößen sprach, sitzt heute mit Energieeinkäufer und Standortleiter am Tisch. „Mittlerweile sind das bei uns immer Energieeinkäufer, Standortleiter oder technische Leiter“, sagt Jan Sievert. Ein Speicherhersteller, der mit dem Energieeinkauf über PPA-Anteile spricht, verkauft kein Produkt mehr, sondern eine Dienstleistung.

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04 · Der Beweis

Ein Kilowatt neben der Realität

Tiefe ist nur dann ein Verkaufsargument, wenn sie hält. Der stärkste Beleg dafür kam aus dem Betrieb. Ein Kunde mit 6,3 MW Lastspitze fährt seit dem Frühjahr einen SEINE-Speicher in atypischer Netznutzung. Er wollte wissen, wie gut SEINE wirklich ist, und ließ nachrechnen, wo die reale Lastspitzenkappung gegenüber der minimum-Auslegung liegt.

„Das ist mein Lieblingsvergleich, wenn Kunden fragen, wie gut minimum überhaupt ist. Wir lagen ein Kilowatt neben der Auslegung. Allein daran sieht man, wie gut das Tool ist.“

– Johannes Rosenthal, Business Development ESS

Johannes ordnet das ehrlich ein: Es war bislang der einzige systematische Vergleich, weil im Alltag die Kapazität dafür fehlt. Genau deshalb wiegt er schwer, denn den Test hat der Kunde angestoßen, nicht SEINE.

Realisiert und in Umsetzung ist inzwischen einiges. Die ersten mit minimum ausgelegten Projekte gingen Anfang 2026 ans Netz. Heute laufen sieben Großspeicherprojekte, insgesamt rund 30 Speicherprojekte mit etwa 25 MWh Kapazität, alle mit minimum ausgelegt. Speicherprojekte haben lange Laufzeiten, MiSpeL-Registrierung und Netzanträge brauchen ihre Zeit. Bis Ende 2026 rechnet SEINE mit 35 bis 40 laufenden Projekten.

Die Anlagen laufen heute in Eigenverbrauchsoptimierung und Peak Shaving, ein bis zwei bereits in atypischer Netznutzung. Und die großen Hebel kommen erst noch: die neuen Netzentgeltsystematiken und MiSpeL. „Die wenigsten Steuerungen im Markt können das überhaupt abbilden“, sagt Jan.

Eine harte Conversion-Rate nennt SEINE nicht, dafür sind die Speicherpreise in zwei Jahren zu stark gefallen. Die Richtung ist trotzdem eindeutig, formuliert Jan so:

„Vorher waren wir auf technischer Ebene sehr professionell. Jetzt sind wir es auch auf der energiewirtschaftlichen. Das hat bei einigen Projekten zur Entscheidung für uns geführt. Das ist vor allem Vertrauensaufbau, und der wirkt sich entsprechend positiv auf die Conversion Rate aus: mehr Qualität statt Quantität.“

– Jan Sievert, Technischer Leiter

Weil jeder Kostenpunkt in der Potenzialanalyse steht, weiß der Kunde, dass nichts mehr auf ihn zukommt. „Das, was wir schwarz auf weiß stehen haben, tritt nachher auch so ein.“ Bei Industriekunden entscheidet am Ende genau das: ein knallharter Zahlen-Daten-Fakten-Vergleich, der im Betrieb hält.

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05 · Heute

Der Kunde konzentriert sich auf sein Kerngeschäft

„Wir wollen Mittelstand und Industrie aus energiewirtschaftlicher und technischer Perspektive so abholen, dass sie sich auf ihre Produktion und ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Und wir kümmern uns um sämtliche energiewirtschaftlichen und Energiekostenthemen.“

– Jan Sievert, Technischer Leiter, SEINE Batteriesysteme

Das ist kein Herstellerversprechen mehr, sondern das Leistungsversprechen eines Energiedienstleisters. Es funktioniert in einem Markt, in dem viele Anbieter über den Preis und über Insellösungen verkaufen. „Da wollen wir nicht mithalten, wir wollen dorthin, wo es schwierig wird“, sagt Johannes. „Unser Markt ist der Bestbieter-Markt.“ Die Positionierung trägt nur, wenn der Kunde den Unterschied zwischen billig und besser nachrechnen kann. Genau das leistet die energiewirtschaftliche Tiefe.

Auf die Frage, was wäre, wenn minimum morgen abgeschaltet würde, kommt keine Ausweichbewegung zu einem anderen Tool:

„Dann würden wir wahrscheinlich versuchen, es selbst umzusetzen. Es gibt auf dem Markt nichts, was das gerade abbilden kann.“

– Johannes Rosenthal, Business Development ESS, SEINE Batteriesysteme

Aus Sicht von minimum ist SEINE einer der drei intensivsten Anwender unter rund 80 Kunden. Die meisten Nutzer schöpfen 20 bis 30 Prozent der Rechentiefe aus, SEINE liegt bei 70 bis 80. Weil das Team Produkte verkauft, die es ohne diese Tiefe nicht gäbe.

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