Flexibilität statt Abregelung

4,4 TWh Grünstrom wurden 2024 in den deutschen Verteilnetzen abgeregelt. Wir haben die Daten der 20 größten Verteilnetzbetreiber ausgewertet.
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4,4 TWh produziert, aber nie geliefert.

2024 wurden in den deutschen Verteilnetzen 4,4 TWh erneuerbarer Strom abgeregelt. Die Datengrundlage stammt aus einer eigenen IFG-Anfrage bei der Bundesnetzagentur, ausgewertet für die 20 größten Verteilnetzbetreiber. Einen Datensatz in dieser Form haben wir bisher nicht gesehen.

Drei Befunde aus dem Report:

  • Mehr als die Hälfte ist hausgemacht. 55,4 % der Abregelung sind Eigenmaßnahmen der Verteilnetzbetreiber. Der Engpass liegt im eigenen Netz, nicht im Übertragungsnetz.
  • Im Norden Wind, in Bayern fast nur PV. Bayernwerk regelt zu 99,8 % Photovoltaik ab, N-ERGIE zu 93 %, zusammen über 1 TWh. Bei SH Netz sind es 97 % Wind.
  • Flexibilität ist billiger als Wegwerfen. Speicher reagieren nicht auf die Abregelung, sie machen sie seltener nötig: Sie nehmen die Einspeisespitzen auf, die den Engpass verursachen. Hinter dem Zähler im Süden, vor dem Zähler im Norden. Ab AgNes wird genau diese Entlastung vergütet.

Die Kosten: 422 Mio. Euro, umgelegt auf die Netzentgelte. Das sind 96 Euro je nicht gelieferter MWh.

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